Augenerkrankung · Übersicht

Wichtiges zur Kurzsichtigkeit (Myopie)


Wichtiges zur Kurzsichtigkeit (Myopie)

Dr. med. Ken Selde

Facharzt FMH für Augenheilkunde und Augenchirurgie


 

Unscharfer optischer Brennpunkt im Sehorgan

Die Kurzsichtigkeit, auch Myopie genannt, beschreibt den optischen Wachstumszustand eines imperfekten Auges. Dabei liegt der optische Brennpunkt nicht scharf auf der Netzhaut, sondern geographisch davor. Genau das Gegenteil ist bei der Weitsichtigkeit, der Hyperopie, der Fall.

 

Entstehung der Kurzsichtigkeit

Die Kurzsichtigkeit entsteht, wenn entweder der Augapfel zu lang gewachsen oder die Linse im Auge zu stark ist. Zu lang gewachsene Augen sind genetisch bedingt und werden durch die Arbeit an elektronischen Medien in den kommenden Jahren immer häufiger auftreten. Dieser Sehfehler tritt weltweit bei rund 25% der Bevölkerung auf.
Eine zu starke Linse kann entweder angeboren sein oder im fortgeschrittenen Alter eine Erkrankung bedeuten, wenn die Person zuvor nie kurzsichtig war. In diesem Fall ist ein zeitnaher Augenarztbesuch zwingend notwendig, damit eine Erblindung ausgeschlossen werden kann.

 

 

Vorbeugung einer Kurzsichtigkeit

Der Vorteil einer Myopie ist, dass Menschen bis ins hohe Alter ohne Brille lesen können, sofern nicht andere Erkrankungen oder Degenerationen dies verhindern. Die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit kann nicht vermieden werden, weil diese meistens genetisch verursacht ist. Bereits in der Kindheit mit Augentropfen zu arbeiten, hat aufgrund des fragwürdigen Ergebnisses keine Akzeptanz. Auch kann ich das Tragen von chemischen Kontaktlinsen, welche über Nacht in den Augen belassen werden, wegen erhöhten Infektionsrisiken nicht empfehlen. Es gibt also keine Vorbeugemassnahmen gegen Myopie. Brillen, Kontaktlinsen oder Lasertherapien sind die einzigen etablierten Lösungen.

 

Risiken bei Kurzsichtigkeit

Leider bringt die Kurzsichtigkeit einige erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich, welche man mit Vorbeugung erfolgreich lindern kann.
Das oben genannte Längenwachstum verursacht Zugkräfte im Auge, weil die Netzhaut über eine grössere Fläche gespannt wird. Folgen davon sind Netzhauterkrankungen, welche stiller, akuter oder sogar notfallmässiger Art sein können. Ich rate deshalb Kurzsichtigen, regelmässig Netzhautkontrollen durchzuführen. Nur so können allfällige Netzhauterkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Auch besteht ein grösseres Risiko für hohen Augendruck (grüner Star oder Glaukom) in dieser Patientengruppe.

 

Ich berate Sie gerne in unserer Praxis in Zürich rund um die Kurzsichtigkeit. Gemeinsam finden wir heraus, ob Sie an einer Kurzsichtigkeit leiden und bereits optimal versorgt sind. Hier können Sie einen Termin vereinbaren. Wir freuen uns, Ihnen zu helfen.

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