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Linsenimplantation: das Wichtigste in Kürze


Linsenimplantation: das Wichtigste in Kürze

Dr. med. Ken Selde

Facharzt FMH für Augenheilkunde und Augenchirurgie


 

Wer früher ohne Brille einwandfrei sehen wollte, der musste sich einer Augenlaser-Korrektur unterziehen lassen. Seit einigen Jahren erfreut sich das Verfahren der Linsenimplantation als gleichwertige Alternative jedoch grosser Beliebtheit. Das Wichtigste in Kürze zum Implantations-Verfahren lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

 

Der operative Eingriff der Linsenimplantation gewinnt zunehmend an Relevanz und stellt eine Alternative zur Augenlaser-Korrektur dar. Mit dem Begriff der Linsenimplantation ist das Einsetzen von permanenten Operationsimplantaten gemeint, die nicht zu verwechseln sind mit herkömmlichen Kontaktlinsen, die nur zeitweise eingelegt werden. Grundsätzlich gibt es bei der Implantation zwei Verfahren: das Unterstützen oder Ersetzen der natürlichen Linsen. Die Linsenimplantation wird vor allem dann angewendet, wenn der Korrekturbedarf sehr hoch ist. Auch bei Erkrankung am Grauen Star ist der Linsentausch seit einigen Jahren bereits eine Routinebehandlung und sehr empfehlenswert.

 

 

Linsenimplantate bei Erkrankung am Grauen Star

Die wohl bekannteste Linsenimplantation heisst Katarakt-Operation, auch «Graue-Star-OP» genannt. Bei der Erkrankung an Grauem Star ist die eigene, natürliche Linse so gealtert oder degeneriert, dass diese trüb ist und ausgetauscht werden muss. Für dieses Verfahren werden Standard-Linsenimplantate (sphärische Monofokalimplantate) verwendet. Viele Patientinnen und Patienten entscheiden sich bei einer solchen Operation jedoch für bifokale oder multifokale Premium-Implantate, mit denen gleichzeitig die Sehstärke verbessert werden kann. So kann nebst Behandlung der Erkrankung die Lebensqualität nachhaltig gesteigert werden, da der Patient oder die Patientin danach fast brillenfrei leben kann. Die Entfernung des Grauen Stars zählt zu den Leistungen der gesetzlichen Grundversicherung.

 

Linsenimplantate bei hohem Korrekturbedarf

Bei jüngeren Menschen wird das Verfahren der Implantation häufig angewendet, wenn der Korrekturbedarf für eine Laserbehandlung zu hoch ist. Hierzu zählen Augen mit Brillenkorrekturen von mehr als +3 oder -8 Dioptrie. Beim Korrigieren von Sehfehlern wird die natürliche Linse unterstützt, die künstliche wird vor die natürliche platziert. Bei dieser Operation gilt jedoch zu bedenken, dass die eigene Linse künftig verschlissen oder degeneriert werden kann, sodass eine weitere Operation fällig wird.

 

Unsere Empfehlung

Eine Linsenimplantation ist so individuell wie unsere Patientinnen und Patienten. Ob eine Linsenimplantation durchgeführt werden kann, entscheiden das Interesse und der Wille des Patienten oder der Patientin, die Tragbarkeit der Zusatzkosten sowie die individuellen Daten der Operationsvorbereitung. Deshalb sind aufwändige, präoperative Beratungsgespräche in unserer Praxis unerlässlich. Hier können Sie gerne ein solches Gespräch mit mir vereinbaren, wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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